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Premiere: Eine unglaubliche Geschichte aus der Kinderklinik in Bethel

 

12.12.08

Das Ev. Krankenhaus Bielefeld (EvKB) und die Elterninitiative krebskranker Kinder OWL e.V. „Hand an Hand“ veröffentlichen erstmals ein Kinderbuch. Produktion und Vertrieb des Buches übernahm die medienfabrik Gütersloh GmbH, das Papier spendete Mohn media – beides Tochterunternehmen der zur Bertelsmann AG gehörenden arvato. Das Buch ist zum Preis von 14,95 Euro im regulären Buchhandel und im Internet unter www.medienshop.de erhältlich. Die Verkaufserlöse werden künftig die Arbeit der Initiative „Hand an Hand“ unterstützen.

Die Geschichte:
„Die unglaubliche Geschichte von Kroky und wie er in der Kinderklinik gerettet wurde“ lautet der Titel des Bildbandes. Auf 34 Seiten wird darin die Geschichte von einem kleinen Krokodil erzählt, das fernab seiner tropischen Heimat in ein Menschenkrankenhaus gebracht wird: Kroky leidet nämlich am seltenen Krokodilstränenphänomen. In Briefen, denen zahlreiche Bilder beigefügt sind, erzählt das Krokodil seinen Eltern von spannenden Erlebnissen in der Kinderklinik. Die Aufnahmen zeigen 16 junge Patienten der Klinik, die in die Rollen der Ärzte, Rettungsassistenten, Hubschrauberpiloten und Pfleger geschlüpft sind – und das Krokodil in Form eines Pappmascheemodells ins Krankenhaus bringen, dort operieren und betreuen, pflegen und versorgen und schließlich wieder gesund nach Hause entlassen. Drei dieser Kinder sind inzwischen an ihrer Krankheit verstorben.


Wie alles begann – ein ungeplantes Projekt verselbständigt sich:
Krokys heilende Reise durch die Kinderklinik gibt einen Einblick in ein ergotherapeutisch angelegtes Projekt: Als kleine Mediziner heilten krebskranke Kinder ein Krokodil aus Pappmaché:

Kroky litt am „Krokodilstränenphänomen“. So lautete die Diagnose von Oberarzt Dr. Tim. Der Mediziner in der Geschichte hatte ein reales Vorbild, denn der vierjährige Tim war der „Funke zu dem Projekt“. Als der krebskranke Junge vor gut zwei Jahren das ramponierte, lebensgroße Krokodil aus dem Wartebereich von Chefarzt Prof. Dr. Johannes Otte entdeckte, war sein erster Gedanke: Das Krokodil ist krank, wir müssen ihm helfen. Diese spontane Aussage brachte Ergotherapeut Rodrigo Barros, der gleichzeitig Illustrator und Autor des Buches ist, auf die Idee, das Krokodil von seinen Patienten ‚heilen’ zu lassen. Anfangs war die Resonanz geteilt: Manche Kinder –  und allen voran der kleine Tim – stimmten sofort mit Begeisterung zu, andere waren gleichgültig. Nachdem jedoch die ersten Reparaturarbeiten in Einzel- und Gruppentherapien absolviert wurden, entwickelte das Vorhaben plötzlich seine eigene Dynamik:

Das gesamte Team im Kinderzentrum unterstützte das Projekt tatkräftig. Eine Ärztin spendete beispielsweise spontan ihren Kittel als Requisite. In einem OP spielte das kleine Team eine Operation an dem Patienten durch. Sie durften selbst über die „Behandlung“ von Kroky entscheiden und haben dadurch das Krankenhaus von der umgekehrten Seite kennen gelernt.


Das Therapieziel:
Auf die eigenen medizinischen Maßnahmen haben die krebskranken Kinder kaum Einfluss. Die ergotherapeutische Arbeit gibt den Kindern dagegen mehr Entscheidungsfreiheit. Der Autonomiegedanke und das Gefühl „das habe ich alleine geschafft“ stärkt das Selbstwertgefühl der Kinder. Bei diesem ressourcenorientierten Therapieansatz steht die Salutogenese im Mittelpunkt: Die gesunde Seite des Menschen wird in den Vordergrund gerückt.

Das Kroky-Projekt war ein Rollenspiel. Es gibt Kindern die Möglichkeit, die Krankheit an sich zu erkennen. Im Rollenspiel verarbeiten sie ihre Krankheit und setzen sich mit ihr auseinander.


Von der Therapie zum Buch:
Viele Eindrücke wurden während der Aktion auf Bildern festgehalten und in einer Fotoausstellung dokumentiert. Eine Geschichte kam hinzu, um die Fotos inhaltlich miteinander zu verknüpfen. Die durchweg positive Resonanz auf die Ausstellung gab die Idee zum Kinderbuch.

Das Buch richtet sich vor allem an Kinder im Kindergarten- und Schulalter, es ist aber auch für Erwachsene sehr interessant. Es soll das Thema Krankenhaus nahe bringen. Das Buch geht dabei nicht detailliert auf Bethel im Allgemeinen und auf das Thema Krebs im Speziellen ein, damit wird es universell einsetzbar – beispielsweise im Schulunterricht.


Produktion und Vertrieb:
Die Kinderklinik nahm Kontakt zu Bertelsmann auf. Der Konzern engagiert sich bereits für das Bethel-Projekt „Der Weg nach Hause“, bei dem es um die Betreuung schwerstkranker Kinder in ihrer letzten Lebensphase in ihrem heimischen Umfeld geht. Verschiedene Bertelsmann-Unternehmen sagten sofort ihre Unterstützung zu.

Über die Unternehmenskommunikation der Bertelsmann AG erfuhr die Öffentlichkeitsarbeit von arvato von dem geplanten Projekt, die wiederum den Kontakt zu den arvato-Töchtern Medienfabrik und Mohn Media vermittelte. Die Gestaltung des Buches übernahm das Evangelische Krankenhaus Bielefeld selbst, unterstützt wurde es dabei vom Vorstands- und Aufsichtsratsservice des Corporate Center. Mohn Media stellte das Druckpapier zur Verfügung, die Medienfabrik kümmerte sich um die Bildbearbeitung, die Titelgestaltung, den Druck und den Vertrieb des Buches. Das Gütersloher Unternehmen hat zudem alle Buchhandlungen in Ostwestfalen angeschrieben und ihnen das Buch empfohlen. Dieses ist aber natürlich auch in jedem Buchladen in ganz Deutschland erhältlich (ISBN)  – und im Online-Medienshop der Direct-Group-Tochter Nionex. Der direkte Link lautet: http://www.medienshop.de//buch/product?product_id=103428017

„Die Kreativität und die Energie der Beteiligten in Bethel hat uns mitgerissen. Da war es selbstverständlich für uns, mit unseren Mitteln einen Beitrag zu diesem tollen Projekt zu leisten“, begründet Stefan Postler, Geschäftsführer der medienfabrik, das Engagement seiner Kolleginnen und Kollegen.


Kroky hat Vorbildcharakter:

Das Buchprojekt hat bereits vor seiner offiziellen Präsentation für große Aufmerksamkeit gesorgt. Es soll auf einem Kongress für Ergotherapeuten sowie in einer Fachzeitschrift vorgestellt werden.


Daten und Fakten zur Kinderonkologie im EvKB:
Von den 1.800 jährlich neu erkrankten Kindern in Deutschland werden etwa 60 Kinder in der Klinik für Kinder – und Jugendmedizin behandelt. Die häufigsten Krebsarten sind Leukämie, ZNS-Tumoren und Lymphome. Die Klinik führt eine eigene Tagesklinik und eine onkologische Ambulanz.

 

 

 

Hinweis für die Redaktionen:

Wir nehmen Sie gerne in unseren Verteiler auf. Bitte schicken Sie uns eine E-Mail an: uffmann(at)medienfabrik.de

 

Belegexemplare freundlichst erbeten an:
Tobias Uffmann | Carl-Bertelsmann-Straße 33 | 33311 Gütersloh

Kontakt:

medienfabrik Gütersloh GmbH

Tobias Uffmann

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Carl-Bertelsmann-Straße 33

33332 Gütersloh

Fon: 05241-23480-86

Fax: 05241-23480-61

uffmann(at)medienfabrik.de

 

 

 

 

Bildunterschrift:

Die Partner des Gemeinschaftsprojekts „Kroky“ (v.l.n.r.): Stephanie Ritter (Bertelsmann AG), Lennart Hanebrink (medienfabrik Gütersloh GmbH), Michelle Lindner (Buchgestalterin, Mediengestalterin in der Ausbildung, EvKB), Andreas Tilly (1. Vorsitzender der Elterninitiative krebskranker Kinder OWL e.V. „Hand an Hand“), Rodrigo Barros (Autor des Buches, Ergotherapeut, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, EvKB)


Dateien:
  • Kroky_Team_300dpi.jpg


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